Agenturarbeit: Website-Texten für Unternehmen

Vor gut einem Jahr bekam ich völlig unerwartet eine E-Mail: Die Mitarbeiterin einer Online-Marketing-Agentur in Erfurt bat mich um Rückruf. Sie war auf der Suche nach guten Textern und wollte wissen, ob ich Interesse an einer Zusammenarbeit hätte. Hatte ich. Natürlich. Ich war gerade dabei, mich aus dem Tageszeitungsgeschäft zu verabschieden und wollte wirklich gern stärker kommerziell texten. PR-Projekte unterstützte ich schon länger und wollte diese Schiene gern ausbauen. Ein Angebot, künftig an den Webauftritten unterschiedlicher Unternehmen mitzuarbeiten, kam mir da gerade Recht, zumal ich es liebe, Neues auszuprobieren. So bleibt der Job spannend und ich kann mich entwickeln und verändern, obwohl ich doch immer dasselbe tue, nämlich schreiben.

Neues Geschäftsfeld: Texter für Agenturen

Jetzt nach gut einem Jahr hat sich diese Mail von damals als ein echter Glücksgriff erwiesen. Ich liebe diese Aufträge: Projektarbeit mit klar umrissenen zeitlichen Grenzen und kontrollierbaren Zielen, der direkte Austausch mit dem „Leser“, nämlich dem Kunden, der mir im Tageszeitungsgeschäft immer fehlte, und die Herausforderung, mich binnen weniger Tage in mir völlig fremde Themen und Branchen einzuarbeiten.

Dabei haben sich inzwischen Routinen entwickelt, doch der erste Auftrag, meine Arbeitsprobe sozusagen, war aufregend. Übrigens für beide Seiten. Die Betreiber eines Sonnen- und Wellnessstudios waren genauso nervös wie ich, als wir am Telefon absprachen, wie die Texte ausfallen sollen. Doch dann lief alles wie am Schnürchen. Die Kunden waren überglücklich und ich hatte Blut geleckt.

SEO: schreiben für Suchmaschinen und die Menschen, die sie nutzen

Inzwischen habe ich für diese Agentur Texte für fast 20 Unternehmenswebsites geschrieben. Seit ein paar Monaten übernehme ich auch SEO-Texte für diese Agentur. Dabei hätte mich der erste beinahe in den Wahnsinn getrieben. Ich sollte den Footertext für die Startseite eines Immobilienbüros schreiben und dabei unter anderem die Keyword-Gruppe „Immobilien Verkauf Erfurt“ unterbringen. Mehrfach (wie oft und worauf es bei SEO-Texten sonst noch ankommt, haben die Experten aus einer Partneragentur mir sehr geduldig erklärt). Nur ist das schlicht unmöglich, wenn der Satz grammatisch korrekt und sprachlich sinnvoll sein soll. Ich diskutierte damals lange mit den SEO-Technik-Menschen, die die Keywords vorgegeben hatten. Doch die Lösung war dann ganz einfach: Die Worte mussten zwar wirklich in genau dieser Reihenfolge und als Substantive fallen (Ich hatte zunächst von „Immobilien verkaufen in Erfurt“ geschrieben, das ging aber nicht.), aber ich lernte, dass Google Bindestriche nicht weiter interessieren. Im Text wurde also „Immobilien-Verkauf Erfurt“ daraus und alle waren glücklich.

Seither beschäftige ich mich intensiver mit SEO und bin ganz fasziniert, was da alles geht. Deshalb will ich in diesem Jahr eine gute Weiterbildung zu dem Thema besuchen. Wer also Seminare oder Workshops dazu empfehlen kann, möge sich unbedingt melden – hier in den Kommentaren oder per Mail.

Größte Herausforderungen: Ego zügeln und Eintönigkeit verhindern

Viele Firmen, die diese Agentur beauftragen, um ihren Webauftritt zu über- oder ganz neu zu erarbeiten, sind kleine oder mittelständische Unternehmen. Die wenigsten haben vor meinem Anruf schon mal mit einem professionellen Texter zusammengearbeitet. Ich weiß nie, was mich erwartet: Es gibt ruppige Kunden, charmante. Solche, mit denen ich mich so verplaudere, dass aus dem geplanten halbstündigen Telefonat ein anderthalbstündiges Gespräch wird, aber auch solche, bei denen ich nur sehr schwer mehr als die harten Fakten erfahre und auf große Vorbehalte stoße, wenn ich anrege, die Texte ein bisschen persönlicher zu gestalten, um nicht so verwechselbar zu sein. Jeder Auftrag fordert mich doppelt: Als Texterin, aber auch in meiner Fähigkeit, Menschen ein gutes Gefühl zu geben, damit sie auftauen, mir vertrauen und offen mit mir reden. Das ist großartig!

Die größte Herausforderung aber ist, die Texte trotz aller Erfahrung und Routine nie gleich klingen zu lassen. Deshalb frage ich im Vorgespräch nicht nur die wichtigsten Informationen ab, sondern will vor allem wissen, WIE die Kunden ihre eigenen Kunden ansprechen wollen. Und so wird die Seite für den Zahnarzt eben eher sachlich, während die für die Physiotherapeutin stärker emotionalisiert. Beide bieten Heilbehandlungen an, aber ihr Ansatz, ihre Kommunikation und nicht zuletzt ihre Persönlichkeiten sind unterschiedlich und das soll sich widerspiegeln.

Die zweitgrößte Herausforderung ist schwieriger zu bewältigen: Sie liegt in meinem Ego. Das muss beim kommerziellen Texten den Kopf einziehen. Aber wenn ein Kunde meine sorgfältig gebauten und geschliffenen Texte so umstellt oder umschreibt, dass in meinen Augen schöne, flüssige Übergänge ruiniert sind und Sprachbilder, die ich wunderschön fand, gnadenlos gestrichen werden, weil der Kunde sie einfach nicht mag, dann ist es manchmal ganz schön schwer, das sensible Kreativen-Ego in die Ecke zu stellen. Umso größer aber ist die Genugtuung, wenn es gelingt, sich ein echter Austausch über die Texte entwickelt, wir gemeinsam noch mal feilen und schreiben und am Ende ein Text entsteht, mit dem sich mein Kunde identifiziert – und den ich ebenso mag.

Lieblingsaufträge: Ich will mehr davon!

Und dann gibt es noch die Highlights, die Aufträge, bei denen schon von Anfang an alles stimmt. Bei denen ich sofort ein Gefühl für Branche, Produkt und Kunde habe und es mir gelingt, das in Texte umzusetzen. Aufträge, bei denen die Zusammenarbeit Spaß macht und ich am Ende richtig stolz bin. Aufträge wie der für die Gartenbaufirma (die neue Seite ist noch nicht online), deren Chef sich sehr über mich und mein eher ambivalentes Verhältnis zu Pflanzen amüsierte (Ich töte unbeabsichtigt, durch übergroße Fürsorge sogar Kakteen.). Oder die ehemalige Bankerin, die sich mit einem Shop für ausgefallene Kissen eine Traum erfüllt (Seit unserem Gespräch bin ich überzeugt davon, dass ich ein Zirbenkissen BRAUCHE. Unbedingt.).

Ich genieße diese Art der Texterei und hätte gern (noch) mehr davon. Sind Sie Mitarbeiter einer Agentur, die gute Texter auf Honorarbasis (pauschal pro Text oder Stundensatz) sucht? Dann freue ich mich über eine Nachricht von Ihnen. Sind Sie kein Mitarbeiter einer solchen Agentur? Dann freue ich mich umso mehr, dass Sie diesen Blog gefunden und diesen Post bis zum Ende gelesen haben – und vielleicht mögen Sie ihn ja auch teilen und verbreiten? Vielen Dank!

Happy Birthday, Komplextext!

Nur noch wenige Tage: Am Freitag knallen hier die Sektkorken – jedenfalls im übertragenen Sinne –  denn dann wird Komplextext ein Jahr alt. Unheimlich viel hat sich seither geändert. Entgegen aller Unkenrufe hat sich die enge Fokussierung als richtig erwiesen. Wo ich vorher einen Bauchladen voller toller Angebote hatte und von Grafik über Fotografie bis zur PR-Konzeption alles gemacht habe, ist da heute nur noch ein kleines Schatzkästchen in meiner Auslage: Da funkelt und glänzt der Text.

Und erstaunlicherweise fühle ich mich damit überhaupt nicht eingeschränkt. Das mag daran liegen, dass Kunden, mit denen ich auch früher schon zusammenarbeitete, wissen, dass ich auch die anderen Dinge kann und immer mal wieder auch in diesen Feldern um Unterstützung bitten. Aber das passiert nur noch sehr selten, auch weil ich es nicht forciere, denn auch beim reinen Texten kam in den vergangenen Monaten nie Langeweile auf.

Abwechslungsreiche, herausfordernde Aufträge

So unterschiedlich sind die Kunden und Projekte, für die und an denen ich arbeiten durfte. Das Magazin der Welterberegion Wartburg Hainich ist ein Herzensprojekt. Das ist Heimat und deren Schönheit so zu beschreiben, dass auch Fremde sich verlieben, war mir eine große Freude. Ganz neu entwickelte sich die Zusammenarbeit mit verschiedenen Agenturen, die im Auftrag ihrer eigenen Kunden Websites betexten lassen. Das kann relativ einfach sein – wie die Texte für eine Physiotherapiepraxis oder ein Sonnenstudio. Das kann aber auch richtig, richtig anspruchsvoll sein wie die Energiepolitiktexte für einen großen Industrieverband, die mich nicht nur als Texterin, sondern in meinem Kern als Journalistin gefordert haben. Sie waren nämlich nicht nur aufwendig zu schreiben, sie waren auch rechercheintensiv. Ebenso neu – und eine große Leidenschaft – sind die Bastelseiten, die ich einmal in der Woche für diverse Tageszeitungen in Südthüringen und Nordbayern produziere. Projekte zu finden, die sich mit Kindern basteln lassen, die echten Nutzwert bieten, nicht in jedem x-beliebigen Bastelbuch stehen, kein Vermögen kosten und die Wohnung nicht in ein Schlachtfeld verwandeln – die Herausforderung ist nicht zu unterschätzen. Und ich liebe sie.

Aktuell darf ich helfen, die Website des Naturparks Eichsfeld-Hainich-Werratal neu zu gestalten (Übrigens ist ein Naturpark etwas ganz anderes als ein Nationalpark. Es lohnt sich, sich damit mal zu beschäftigen. Bei Bedarf erkläre ich das auch gern in den Kommentaren). Auch das ist für mich Heimat (jedenfalls der südliche Teil), aber wie das so ist: Von den Schönheiten, die direkt vor der eigenen Haustür liegen, weiß man meistens am wenigsten. Deshalb liegt, wenn ich die Texte schreibe, jetzt immer ein kleiner Notizzettel neben meinem Rechner, auf dem ich mir aufschreibe, was ich mir jetzt endlich und unbedingt ansehen, welche Wege ich wandern und welche Abenteuer (Wasserwandern!) ich erleben muss.

Neues „Lebensjahr“ bringt neue Ideen und Projekte

Es war ein aufregendes Jahr, ein arbeitsreiches, ein befriedigendes. Und ich habe vor, das nächste genauso zu gestalten. Neue Projekte sind schon in Arbeit. Da ist das Bastelbuch, das im November erscheinen soll. Da sind die Schreibcoachings, die ich anbiete – und die im Frühjahr durch ein ebook und eine kostenlose Online-Challenge flankiert werden sollen. Und auch meine eigene Weiterbildung wird ein Schwerpunkt werden. Im Moment zum Beispiel arbeite ich mich in alles ein, was mit SEO-Texten zu tun hat, also Beiträgen, die für Suchmaschinen optimiert sind.

Dieses Geburtstagsgeschenk können Sie gewinnen!

Aber erstmal feiere ich Geburtstag. Und zum Geburtstag gehören Geschenke. Und wenn ich mich auch immer über Geschenke freue (Danke für die leeren Kaffeekapseln zum Basteln, lieber Kollege, die sind diese Woche gut angekommen!) – heute bekommen Sie ein Geschenk. Zum 1. Geburtstag von Komplextext verlose ich einen Text. Wenn Sie also eh gerade Ihre Website neugestalten oder einen Flyer, ein Mailing, einen Liebesbrief, eine Rede oder irgendetwas anderes schreiben wollten, ist das hier Ihre Chance.  Unter allen Beiträgen, die als Kommentare hier im Blog oder auf der Komplextext-Facebookseite eingehen, verlose ich maximal zwei DIN A4-Seiten Text. Das sind etwa 1200 Wörter oder knapp 8000 Zeichen. Damit lässt sich eine ganze Menge sagen – vor allem in einem professionellen Beitrag. Vorher besprechen wir natürlich ausführlich Ziele, Zielgruppen, Inhalte und Ausspielwege, damit Sie Ihren Gewinn am Ende auch wirklich sinnvoll einsetzen können.

Ich glaube zwar nicht, dass dieser Hinweis nötig ist, aber dennoch: Der Gewinn kann nicht eingelöst werden für Texte, die gegen Gesetze oder die guten Sitten verstoßen. Ich behalte mir vor, das Texten abzulehnen, wenn ich es nicht mit meinen Überzeugungen oder meinem Berufsethos vereinbaren kann. Für die Richtigkeit der Informationen übernimmt der Gewinner die Gewährleistung, sofern sie von ihm zur Verfügung gestellt wurden.

Also los, ran an die Tasten: Feiern Sie mit mir den 1. Komplextext-Geburtstag, schreiben Sie mir in den Kommentaren, wofür Sie Ihren Gewinn einsetzen würden und ich lasse Ende nächster Woche das Los entscheiden, wenn es mehrere Interessenten gibt. Damit es spannender wird, dürfen Sie diesen Beitrag natürlich auch gern großzügig teilen und weiterverbreiten. Happy Birthday!

Suchmaschinenoptimierung und andere Marketing-Mysterien

Ich bin ein großer Fan guter Netzwerke und immer sehr neugierig, wenn es neue Veranstaltungen zum Netzwerken zu entdecken gibt. Deshalb habe ich mich vor anderthalb Wochen spontan entschieden, am Webmontag in Erfurt teilzunehmen. Der Hälfte der Gespräche konnte ich zwar kaum folgen, weil viele Teilnehmer eben wirklich Web-Experten waren und die Schlagwörter, mit denen sie um sich warfen, für mich nach schwarzer Magie klangen. Hochinteressant und sehr schön war es trotzdem.

Unter anderem sprach dort Tim Brettschneider in einem kurzen Vortrag über modernes Marketing. Stark verkürzt lautete seine These: Weniger Einzelmaßnahmen, mehr Strategie und vor allem weniger Einbahnstraße und mehr Interaktivität. Hochinteressant war ein Gespräch mit ihm aber auch deshalb, weil er eine riesige Menge (kostenloser) Tools empfehlen konnte, um das eigene Marketing noch effektiver und die Erfolgskontrolle noch einfacher zu machen.

Für mich besonders relevant: Er kennt sich auch mit Suchmaschinenoptimierung (SEO) gut aus. Ein Thema, das nicht nur auf dieser Website, sondern auch im Gespräch mit Kunden immer wichtiger wird. Ich kenne mich aber nur mit einer Dimension der SEO aus, nämlich mit der Sprache. Ich weiß, wie ich Texte so gestalte, dass Suchmaschinen sie bequem finden und ranken können. Aber SEO hat eben auch eine technische Komponente und die besteht für mich aus böhmischen Dörfern (Was nicht schlimm ist, immerhin kenne ich zwei, drei Menschen, die darin sehr, sehr gut sind und bei Bedarf mit mir zusammenarbeiten).

Doch in einem seiner letzten Blogbeiträge empfahl Tim Brettschneider unter anderem ein Tool, dass die eigenen Website auf SEO-Tauglichkeit analysiert – und zwar bis ins Kleinste. Und das beste: Zur Analyse gibt es auch Erklärungen und Tipps zur Optimierung. Und weil mir das bereits geholfen hat, habe ich entschieden, am heutigen Blog-Dienstag den Beitrag von Tim zu verlinken – auf dass es auch Sie und euch inspirieren möge. Also bitte sehr: Hier gibt es neben dem SEO-Tool gleich noch neun weitere Empfehlungen, mit denen das eigene Marketing und die eigene Werbung einfacher und oder besser werden.

Noch drei freie Plätze für Blogging-Seminar

Als ich Journalistik studiert habe, musste ich auch ein Seminar über Web-„Programmierung“ belegen. Konkret sah das so aus: Eine Stunde pro Woche bastelten Menschen, die noch nie zuvor etwas damit zu tun hatten, mit handgetippten HTML-Codes webseitenähnliche Gebilde mit schreiend roten Linien und neongelber Schrift. Gut, dass die Ergebnisse nicht erhalten geblieben sind. Und gut, dass sich die Internet-Sache so schnell weiter entwickelt hat. Heute muss keiner mehr HTML-Codes kennen (ich weiß übrigens nur noch den für Fettschrift), um sich eine Website wie unsere zu bauen.

Na gut, doch, für unsere braucht man schon ein bisschen Ahnung, deshalb haben wir sie ja auch nicht selbst umgesetzt, sondern das den Kollegen von Style your web überlassen, die wissen, was sie tun.

Und diese Kollegen geben ihr Wissen übrigens auch weiter: Exklusiv in unserem Blogging-Seminar am kommenden Montag in Gotha. Von 10 bis 17 Uhr geht es darum, wie man ein Blog aufbaut, ihn technisch pflegt, Themen findet, Texte für Suchmaschinen optimiert, was rechtlich zu beachten ist, und wie man einen Blog so vermarktet, dass er das eigene Geschäft ankurbelt. Drei freie Plätze haben wir noch. Wer also schnell ist und sich hier per Kommentar oder per Mail an info@curcuma-medien.de bis Donnerstag anmeldet, kann noch diesen Frühling mit einem eigenen Blog starten. Der dann auch – versprochen – keine schreienden Linien und Schriftfarben enthält.