Hervorgehoben

Herzlich Willkommen bei Komplextext

Sie wünschen sich, dass Ihre Kunden und Partner Ihr Unternehmen in jeder Situation wieder erkennen? Dafür investierten Sie viel Geld und Sorgfalt in die Entwicklung von Leitlinien, Logos, Farben und Schriften? Dann nehmen Sie jetzt auch die letzte Hürde, um Ihren Auftritt wirklich aus einem Guss zu präsentieren: Investieren Sie nicht nur in den Rahmen, sondern auch in das Bild. Schaffen Sie für Ihre Kommunikationsmittel eine einheitliche Sprache. Egal, ob Flyer, Website, Coporate Blog oder Kundenmagazin – gemeinsam mit Ihnen entwickle ich Ihre Sprache, die Ausdrucksweise und Wirkung, die genau zu Ihrem Unternehmen passt. So erkennen Ihre Partner und Kunden Sie nicht nur optisch wieder, sondern auch sprachlich.

Überzeugen Sie sich davon, wie vielfältig und unterschiedlich Sprache eingesetzt werden kann: Stöbern Sie durch meinen Blog weiter unten auf dieser Seite oder sehen Sie sich in den Arbeitsproben Beispiele ganz verschiedener Corporate Publishing-Projekte an. Ein individuelles Angebot für Ihre Texte unterbreite ich Ihnen gern nach einem kostenlosen Erstgespräch. Melden Sie sich einfach bei mir, ich freue mich darauf!

10 Tipps für wirklich gute Reden

So romantisch ist meine Arbeit selten: Am Freitag werde ich zwei Menschen verheiratet, die sich seit über 20 Jahren lieben. Na schön, streng genommen sind sie schon ein paar Tage verheiratet – das hat eine Standesbeamtin übernommen. Aber was zählte, ist die Veranstaltung am Freitag: eine freie Zeremonie in einer kleinen Burgkapelle. Nur die Familie und die engsten Freunde. Und ich. Ich darf ihre Traurede halten – und ihnen dabei auch noch einmal die Treueschwüre abnehmen, ihnen zusehen, wie sie sich die Ringe anstecken, küssen und die ein oder andere Träne verdrücken.

Damit dieser Tag so perfekt wie möglich wird, habe ich eine Menge Zeit auf die Traurede verwendet. Es gab ein ausführliches Vorgespräch mit dem Paar, in dem ich nicht nur nach der Kennenlerngeschichte und den Marotten des Partners gefragt habe, sondern auch danach, wie sie ihre Trauung möchten. Die einen wünschen sich den großen Moment besonders festlich. Die anderen wollen es lustig. Und wieder andere haben besondere Rituale, Requisiten oder Sprüche, die sie einbauen wollen. Deshalb ist die Vorbereitung so wichtig. Und das gilt übrigens nicht nur für Traureden. Gute Reden für sich selbst zu schreiben, ist schwierig. Sie für andere zu schreiben, noch viel schwerer. Aber mit diesen Tipps wird jede Rede ein bisschen besser:

 

  1. Formulieren Sie Ihre Rede aus!

Ein Fehler, den ich vor allem bei Männern immer wieder sehe, die es eigentlich besser wissen müssten: Sie versuchen eine Rede zu halten – mit nicht mehr als ein paar Stichworten auf dem Zettel. Meistens handelt es sich dabei um Männer (wirklich, das habe ich bisher kaum bei Frauen gesehen), die sehr oft Reden halten – und deshalb vermutlich glauben, Sie bräuchten keine ausformulierten Manuskripte mehr. Aber ganz im Ernst: Es gibt nur sehr, sehr wenige Menschen, die wirklich derart begnadete Redner sind, dass sie ohne Manuskript mitreißend und strukturiert reden können. Die meisten kommen stattdessen vom Hundertsten ins Tausendste, beenden Sätze nicht korrekt, weil sie vergessen haben, wie sie sie angefangen haben oder kommen auf der Suche nach den richtigen Vokabeln ins Stammeln. Deshalb mein dringender Rat: Formulieren Sie Reden immer aus – auch, wenn Sie sie „nur“ für sich selbst schreiben. Wenn Sie Angst haben, dass Sie beim Ablesen zu steif klingen, dann lernen Sie die Rede weitestgehend auswendig – und nehmen dann, aber auch nur dann, wirklich nur noch Stichpunkte mit ans Rednerpult, die Ihnen die rote Linie in Erinnerung rufen.

  1. Sorgen Sie für einen starken Einstieg!

Mal ehrlich, wie oft haben Sie Ihre Reden schon mit „Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Gäste“ begonnen – und im schlimmsten Fall noch ein „schön, dass Sie da sind“ hinterhergeschoben? Und wie oft sind Sie selbst bei einer Rede, die so anfing, schon an dieser Stelle gelangweilt ausgestiegen? Eben! Starten Sie in Ihre Rede mit einem Kracher. Fassen Sie Ihre Botschaft in einem oder zwei Sätzen zusammen – präzise formuliert, so dass sie sachlich und emotional bei jedem im Publikum ankommt. Investieren Sie beim Schreiben Zeit in den Einstieg, feilen Sie so lange, bis er wirklich sitzt. Benutzen Sie eine aktive Sprache: Keine Satzungetüme, keine Substantivierungsmonster und keine wissenschaftliche Analyse (nicht mal, wenn Sie eine wissenschaftliche Fachtagung eröffnen)! Gern können Sie beim Einstieg auch provozieren – wenn es zu Ihnen und zu Ihrem Thema passt.

Ich weiß, am Anfang fühlt sich das ungewohnt an. Vielleicht fühlen Sie sich auch richtig unwohl, wenn Sie einfach so loslegen und ohne formelle Begrüßung direkt ins Thema tauchen sollen. Aber glauben Sie mir: Wenn Sie Ihre Gäste mitreißen wollen, gelingt das am einfachsten mit einem brillanten Einstieg. Fangen Sie dagegen langweilig an, müssen Sie anschließend verloren gegangene Aufmerksamkeit wiedergewinnen und das ist bedeutend schwieriger als sie gleich zu halten. Übrigens, nach dem Einstieg dürfen Sie Ihre Gäste natürlich auch kurz begrüßen.

  1. Bleiben Sie authentisch – auch in der Sprache!

Dieser Tipp ist der problematischste, wenn Sie Reden für andere Menschen schreiben. Ein Redner kann seinen Text nur dann glaubwürdig und souverän vortragen, wenn er sich in der Sprache, in der er verfasst ist, zu Hause fühlt. Texten Sie für einen sehr sachlichen, rationalen Menschen, wird er weder mit einer sehr emotionalen Rede authentisch wirken noch mit einer außergewöhnlich witzigen. Deshalb ist ein ausführliches Vorgespräch so wichtig, wenn Sie für einen fremden Redner schreiben. Lassen Sie ihn viel reden und achten Sie nicht nur darauf, was er sagt, sondern auch, wie er redet. Nehmen Sie diesen Stil als Grundlage für die Rede. Das gilt natürlich auch, wenn Sie für sich selbst eine Rede schreiben. Und keine Sorgen: Auch wenn Sie nicht der geborene Entertainer sind, können Sie ohne weiteres eine großartige Rede halten. Versuchen Sie nur nicht, sich als jemand zu präsentieren, der Sie einfach nicht sind. Das geht fast immer nach hinten los. Denn wenn man ihnen anmerkt, dass der Stil nicht der Ihre ist, ist es nur noch ein kurzer Weg, bis Ihre Zuhörer auch den Inhalt Ihrer Rede in Frage stellen.

  1. Binden Sie Ihr Publikum ein!

Mit dem richtigen Einstieg haben Sie die Aufmerksamkeit Ihres Publikums gefesselt, jetzt müssen Sie sie halten. Das ist nicht so einfach, weil Ihre Zuhörer nur zuhören müssen – und das ist mitunter anstrengender als selbst mitzumachen. Deshalb ist mein ultimativer Tipp: Binden Sie sie ein, indem Sie in Ihrer Rede Bezug zum Leben und den Interessen Ihrer Zuhörer nehmen. Zeigen Sie Ihnen, warum es ganz persönlich für sie wichtig ist, Ihnen zuzuhören. Das gilt ganz besonders bei Fachthemen. Wenn Sie also eine Rede zum Energiewandel schreiben, dann fangen Sie nicht damit an, zu erklären, wie Windräder funktionieren, sondern erklären Sie zum Beispiel, wie viel jeder im Publikum in 20 Jahren für Strom bezahlen muss, wenn wir nicht jetzt in die Erforschung alternativer Energieformen investieren.

Nehmen Sie Ihre Zuhörer ruhig auch in die Pflicht. Appellieren Sie! Um im Bild zu bleiben: Fordern Sie Ihre Zuhörer auf, Ihren eigenen Energiekonsum zu überprüfen und zu reduzieren. Oder schicken Sie sie zum nächsten Windpark in ihrer Nähe, um sich eine fundierte, eigene Meinung zu bilden. Wie auch immer Sie es gestalten: Betrachten Sie die Zuhörer nicht als stummen Block auf der anderen Seite des Rednerpultes, sondern als Partner, mit denen Sie oder derjenige, für den Sie die Rede geschrieben haben, tatsächlich „reden“.

  1. Visualisieren Sie!

Wie gesagt: Nur zuzuhören, ist anstrengend. Binden Sie deshalb die anderen Sinne der Zuhörer ein! Als ich vor zwei Jahren eine Rede zur miserablen Einkommenssituation von Pressefotografen hielt, illustrierte ich das, indem ich erst einen Fünf-Euro-Schein in die Höhe hielt und am Ende einen 20-Euro-Schein – für das aktuelle Honorar, das Fotografen für ein Tageszeitungsfoto bekommen und das Honorar, das sie mindestens bekommen müssten. Dazu erklärte ich, was man für den jeweiligen Geldschein heute noch kaufen kann. Damit musste mein Publikum nicht nur zuhören, sondern bekam auch etwas zu sehen – und vor dem inneren Auge lief ein Film ab, weil jeder Zuhörer sich an seine eigenen „alles-wird-immer-teurer“-Erfahrungen erinnerte.

Visualisieren heißt übrigens NICHT, die Rede im Hintergrund mit einer Power-Point-Präsentation zu wiederholen. Damit machen Sie es sich (oder dem Redner) nur unnötig schwer, weil die Zuhörer von den wechselnden Folien abgelenkt werden und Ihnen nicht mehr richtig zuhören. Setzen Sie Visualisierungen ein, wenn sie passen, also die Botschaft Ihrer Rede unterstreichen, aber überfordern Sie Ihr Publikum nicht, indem Sie sie mit einer Requisite nach der anderen bombardieren.

  1. Bleiben Sie kurz und folgen Sie dem roten Faden!

Der wichtigste Tipp von allen! Wirklich! Den hier kann man nicht oft genug wiederholen. Eine Rede ist kein Vortrag, kein Seminar, kein Workshop. Es ist eine Rede. Sie kann wichtig sein und sie kann etwas bewirken, wenn sie gut ist. Aber sie ist auch nur eine Rede. In aller Regel wird sie eine Veranstaltung einleiten, jemanden ehren oder in ein Thema einführen. Vergessen Sie den Anspruch, alle wichtigen Aspekte in der Rede unterbringen zu müssen. Das gelingt nie – und es ist vor allem nicht dazu angetan, Ihr Publikum bei der Stange zu halten. Konzentrieren Sie sich auf die Kernbotschaft und haben Sie den Mut, auf Details zu verzichten. Das macht Ihre Rede nicht nur kürzer, sondern lässt auch noch Themen und Fragen offen, die anschließend zum Gesprächseinstieg dienen können – und so einen echten Dialog eröffnen.

Ich habe für mich selbst eine maximale Redelänge von 10 Minuten festgelegt. Länger ist keine meiner Reden. Das ist aber eine sehr persönliche Sache, die Ihnen Leitfaden sein kann, aber nicht muss. Trotzdem: Halten Sie Ihre Reden so kurz, dass Ihre Zuhörer Ihnen gern bis zum letzten Wort folgen.

Ob das klappt, hängt allerdings nicht nur an der Länge, sondern vor allem an der Struktur Ihrer Rede. Sie braucht einen roten Faden. Argumente und Absätze müssen logisch auf einander aufbauen. Erinnern Sie sich an den ersten Tipp aus dieser Liste: Formulieren Sie die Rede aus – auch und vor allem, um ihren roten Faden nicht zu verlieren. Ausformulierte Reden haben nämlich den Charme, dass man Absätze und Gedanken so lange hin und her schieben kann, bis sie wirklich klar und logisch angeordnet sind.

  1. Bedanken Sie sich nicht!

So wie viele Redner oft mit dem obligatorischen „Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Gäste“ beginnen, enden sie häufig mit „Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit“. Tun Sie es nicht! Bedanken müssen Sie sich nur, wenn Ihre Rede so schlecht war, dass es eine echte Leistung war, bis zum Schluss aufmerksam zu bleiben. Nach einer guten Rede dürfen (und werden!) sich die Zuhörer anschließend bei Ihnen bedanken. Außerdem schwächen Sie mit einem Dank am Ende Ihre Botschaft ab. Was Sie zuletzt sagen, merken sich die Gäste am leichtesten. Verschenken Sie dieses Potenzial also nicht, indem Sie eine alberne Phrase verwenden, die nichts aussagt. Schließen Sie stattdessen lieber mit einem starken Appell oder mit einer knappen, präzisen Zusammenfassung Ihres Themas, die den Einstieg der Rede wieder aufgreift.

  1. Mund und Körper müssen dasselbe sagen!

Dieser Tipp gilt für den Redner, nicht für den Redenschreiber – ist aber dennoch wichtig. Achten Sie auf Ihre Körpersprache. Ihre Zuhörer nehmen auf, was Sie sagen, aber ob sie es Ihnen abnehmen, wird auch davon abhängen, ob Ihre Körpersprache zu Ihrer Rede passt. Ein Beispiel: Sie reden über ein neues Entspannungsverfahren, klicken währenddessen aber ständig mit einem Kugelschreiber in ihrer Hand, wechseln von einem Bein aufs andere und streichen sich oft durchs Haar. Ob man Ihnen abnehmen wird, dass Sie ein Experte für Entspannungstechniken sind?

Wenn Sie (übrigens wie ich) dazu neigen, mit Gegenständen zu spielen, wenn Sie reden, sorgen Sie dafür, dass während Ihrer Rede keine Dinge in Reichweite liegen. Stehen Sie mit leicht gespreizten Beinen, Gewicht gleichmäßig auf beide Beine verlagert. Treten Sie einen Schritt vom Pult zurück, damit Sie Platz für natürliche Gesten haben (was nur geht, wenn Sie Ihre Rede so groß ausgedruckt oder auf dem Tablet haben, dass Sie sie auch mit einem Schritt Entfernung noch gut lesen können). Atmen Sie vor Ihrer Rede einige Mal langsam und tief in den Bauch, das stabilisiert Ihre Stimme und verhindert, dass Sie vor lauter Aufregung kurzatmig wirken.

  1. Schaffen Sie einen passenden Rahmen!

Wie Ihre Rede ankommt, hängt vom Text, vom Thema und vom Redner ab, aber Sie müssen es sich ja nicht schwerer machen als nötig. Wenn Sie darauf Einfluss nehmen können, sorgen Sie für Rahmenbedingungen, in denen die Rede gut wirken kann. Testen Sie die Technik, bevor die ersten Gäste den Raum betreten. Stellen Sie Rednerpult und Mikrofon auf die richtige Größe ein. (Und besorgen Sie sich vorher einen Schemel oder eine leere Bierkiste, wenn Sie so klein sind wie ich und hinter normalen Rednerpulten sonst nicht mehr zu sehen sind.) Drucken Sie Ihre Rede aus – auch wenn Sie vorhaben, Sie zum Beispiel vom Tablet abzulesen. So kann Sie auch ein leerer Akku oder ein Hänger in der Software nicht stressen. Achten Sie darauf, dass Sie die Rede gut lesen können, dass also das Licht ausreicht. Lassen Sie sich ein Glas Wasser auf das Rednerpult stellen – das hilft nicht nur gegen einen trockenen Mund, sondern ist auch eine gute Methode, um zu kaschieren, wenn Sie kurz den Faden verloren haben und die richtige Stelle im Manuskript suchen müssen. Machen Sie es auch Ihrem Publikum so bequem wie möglich. Sitzplätze sind bequemer als Stehtische, Reihenbestuhlung verführt weniger zum Quatschen als kleine, intime Tische. Schaffen Sie einfach einen Rahmen, in dem Ihre großartige Rede glänzen kann

  1. Üben Sie die Rede!

Egal, ob Sie das Manuskript ausformuliert ablesen oder mit Stichpunkten arbeiten: Üben Sie die Rede vor dem großen Auftritt ein paar Mal. Sie bekommen damit Sicherheit und Ihr Vortrag wird natürlicher wirken. Außerdem hilft das laute Vorsprechen auch, Schwächen im Text aufzudecken. Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, üben Sie vor ein paar Probezuhörern, die Ihnen wohlgesonnen sind, aber ehrliches Feedback geben.

 

Mit diesen Tipps werden Sie in Zukunft mit Sicherheit bessere, mitreißendere Reden schreiben – und halten. Und wenn das auch mit diesem Leitfaden nicht klappen will: Sie wissen ja, wo Sie mich finden!

Geburtstagsgewinnspiel: Sieger steht fest!

Neue Woche, neues Glück. Bei Komplextext sind die Stapel auf dem Schreibtisch übers Wochenende auf geheimnisvolle Weise gewachsen und müssen jetzt zügig abearbeitet werden, aber vorher nehme ich mir die Zeit für diesen kurzen Blogpost, denn… Trommelwirbel… der Sieger des Geburtstagsgewinnspiels steht fest!

Sie erinnern sich? Komplextext wurde ein Jahr alt. Das haben wir mit einer Verlosung gefeiert. Übrigens, vielen Dank für die vielen Geburtstagswünsche, die mich über Facebook oder privat erreicht haben. Die Verlosung selbst hat zwar nur wenige Teilnehmer gefunden, das macht aber nichts. Gefreut habe ich mich über jede Nachricht und Sie wissen ja: Wenn Sie einen guten Texter brauchen, der sich besonders gut in Zielgruppen einfühlen und Ihre Ideen in die richtigen Sätzen verwandeln kann, dürfen Sie sich bei mir natürlich auch außerhalb jedes Gewinnspiels immer melden.

Einen Gewinner haben wir aber trotzdem – oder besser eine Gewinnerin: Eve. Eve schrieb unter dem Post zum Gewinnspiel:

„Ich habe mich mit einer Nischenseite auch auf ein bestimmtes Thema spezialisiert. Es geht dabei um Gesundheit im Mund. Auf meinem Blog würde ein ausführlicher Text zum Thema ‚Wie sich gesunde Ernährung (Essen u. trinken) auf die Mundflora auswirkt.‘ meinen Lesern einen tollen Mehrwert bieten. Ich freue mich sehr an der Verlosung teilzunehmen und bin jetzt gespannt wie ein Flitzebogen:-).“

Herzlichen Glückwunsch, liebe Eve! Ich freue mich sehr darauf, diesen Text zu schreiben – und dabei sicherlich auch noch selbst was zu lernen. Und er passt gerade gut in die Zeit. Auf dem über Wochenende geheimnisvollerweise gewachsenen Stapel liegt nämlich auch ein Auftrag, der zu deinem Thema passt: Die Website eines Zahnarztes soll neu getextet werden – mit den Schwerpunkten auf Prophylaxe und Zahnersatz. Und jetzt packe ich wohl mal die Schokolade, die hier neben mir liegt, weg und hole mir lieber einen Apfel, nicht wahr? 😉

Liebe Eve, noch einmal: Herzlichen Glückwunsch. Bitte schick mir deine Kontaktdaten per Mail an grasse@komplextext.de, damit wir in Ruhe einen Telefontermin ausmachen können, um über die Details deines Gewinns zu reden!

Happy Birthday, Komplextext!

Nur noch wenige Tage: Am Freitag knallen hier die Sektkorken – jedenfalls im übertragenen Sinne –  denn dann wird Komplextext ein Jahr alt. Unheimlich viel hat sich seither geändert. Entgegen aller Unkenrufe hat sich die enge Fokussierung als richtig erwiesen. Wo ich vorher einen Bauchladen voller toller Angebote hatte und von Grafik über Fotografie bis zur PR-Konzeption alles gemacht habe, ist da heute nur noch ein kleines Schatzkästchen in meiner Auslage: Da funkelt und glänzt der Text.

Und erstaunlicherweise fühle ich mich damit überhaupt nicht eingeschränkt. Das mag daran liegen, dass Kunden, mit denen ich auch früher schon zusammenarbeitete, wissen, dass ich auch die anderen Dinge kann und immer mal wieder auch in diesen Feldern um Unterstützung bitten. Aber das passiert nur noch sehr selten, auch weil ich es nicht forciere, denn auch beim reinen Texten kam in den vergangenen Monaten nie Langeweile auf.

Abwechslungsreiche, herausfordernde Aufträge

So unterschiedlich sind die Kunden und Projekte, für die und an denen ich arbeiten durfte. Das Magazin der Welterberegion Wartburg Hainich ist ein Herzensprojekt. Das ist Heimat und deren Schönheit so zu beschreiben, dass auch Fremde sich verlieben, war mir eine große Freude. Ganz neu entwickelte sich die Zusammenarbeit mit verschiedenen Agenturen, die im Auftrag ihrer eigenen Kunden Websites betexten lassen. Das kann relativ einfach sein – wie die Texte für eine Physiotherapiepraxis oder ein Sonnenstudio. Das kann aber auch richtig, richtig anspruchsvoll sein wie die Energiepolitiktexte für einen großen Industrieverband, die mich nicht nur als Texterin, sondern in meinem Kern als Journalistin gefordert haben. Sie waren nämlich nicht nur aufwendig zu schreiben, sie waren auch rechercheintensiv. Ebenso neu – und eine große Leidenschaft – sind die Bastelseiten, die ich einmal in der Woche für diverse Tageszeitungen in Südthüringen und Nordbayern produziere. Projekte zu finden, die sich mit Kindern basteln lassen, die echten Nutzwert bieten, nicht in jedem x-beliebigen Bastelbuch stehen, kein Vermögen kosten und die Wohnung nicht in ein Schlachtfeld verwandeln – die Herausforderung ist nicht zu unterschätzen. Und ich liebe sie.

Aktuell darf ich helfen, die Website des Naturparks Eichsfeld-Hainich-Werratal neu zu gestalten (Übrigens ist ein Naturpark etwas ganz anderes als ein Nationalpark. Es lohnt sich, sich damit mal zu beschäftigen. Bei Bedarf erkläre ich das auch gern in den Kommentaren). Auch das ist für mich Heimat (jedenfalls der südliche Teil), aber wie das so ist: Von den Schönheiten, die direkt vor der eigenen Haustür liegen, weiß man meistens am wenigsten. Deshalb liegt, wenn ich die Texte schreibe, jetzt immer ein kleiner Notizzettel neben meinem Rechner, auf dem ich mir aufschreibe, was ich mir jetzt endlich und unbedingt ansehen, welche Wege ich wandern und welche Abenteuer (Wasserwandern!) ich erleben muss.

Neues „Lebensjahr“ bringt neue Ideen und Projekte

Es war ein aufregendes Jahr, ein arbeitsreiches, ein befriedigendes. Und ich habe vor, das nächste genauso zu gestalten. Neue Projekte sind schon in Arbeit. Da ist das Bastelbuch, das im November erscheinen soll. Da sind die Schreibcoachings, die ich anbiete – und die im Frühjahr durch ein ebook und eine kostenlose Online-Challenge flankiert werden sollen. Und auch meine eigene Weiterbildung wird ein Schwerpunkt werden. Im Moment zum Beispiel arbeite ich mich in alles ein, was mit SEO-Texten zu tun hat, also Beiträgen, die für Suchmaschinen optimiert sind.

Dieses Geburtstagsgeschenk können Sie gewinnen!

Aber erstmal feiere ich Geburtstag. Und zum Geburtstag gehören Geschenke. Und wenn ich mich auch immer über Geschenke freue (Danke für die leeren Kaffeekapseln zum Basteln, lieber Kollege, die sind diese Woche gut angekommen!) – heute bekommen Sie ein Geschenk. Zum 1. Geburtstag von Komplextext verlose ich einen Text. Wenn Sie also eh gerade Ihre Website neugestalten oder einen Flyer, ein Mailing, einen Liebesbrief, eine Rede oder irgendetwas anderes schreiben wollten, ist das hier Ihre Chance.  Unter allen Beiträgen, die als Kommentare hier im Blog oder auf der Komplextext-Facebookseite eingehen, verlose ich maximal zwei DIN A4-Seiten Text. Das sind etwa 1200 Wörter oder knapp 8000 Zeichen. Damit lässt sich eine ganze Menge sagen – vor allem in einem professionellen Beitrag. Vorher besprechen wir natürlich ausführlich Ziele, Zielgruppen, Inhalte und Ausspielwege, damit Sie Ihren Gewinn am Ende auch wirklich sinnvoll einsetzen können.

Ich glaube zwar nicht, dass dieser Hinweis nötig ist, aber dennoch: Der Gewinn kann nicht eingelöst werden für Texte, die gegen Gesetze oder die guten Sitten verstoßen. Ich behalte mir vor, das Texten abzulehnen, wenn ich es nicht mit meinen Überzeugungen oder meinem Berufsethos vereinbaren kann. Für die Richtigkeit der Informationen übernimmt der Gewinner die Gewährleistung, sofern sie von ihm zur Verfügung gestellt wurden.

Also los, ran an die Tasten: Feiern Sie mit mir den 1. Komplextext-Geburtstag, schreiben Sie mir in den Kommentaren, wofür Sie Ihren Gewinn einsetzen würden und ich lasse Ende nächster Woche das Los entscheiden, wenn es mehrere Interessenten gibt. Damit es spannender wird, dürfen Sie diesen Beitrag natürlich auch gern großzügig teilen und weiterverbreiten. Happy Birthday!

Blogparade: Der weibliche Weg zum Erfolg

Kürzlich bin ich in einer Facebook-Gruppe über eine Blogparade gestolpert, in der es um „weiblichen“ Erfolg geht. Mit solchen Gender-Zuschreibungen tue ich mich furchtbar schwer. Ich bin kein Verfechter der Frauenquote und halte auch nicht viel von Ratgebern, die sich auf die männliche oder eben weibliche Art etwas zu tun fokussieren. Als wäre das Geschlecht ein Malus, den es zu überwinden gälte – oder eine Geheimwaffe, die man nur zu nutzen lernen müsse. Beides halte ich für Unsinn. Trotzdem: Seit ich von dieser Blogparade unter dem Titel „Der weibliche Weg zum Erfolg“ gelesen habe, geht mir das nicht mehr aus dem Kopf und ich habe mich also entschlossen, selbst teilzunehmen.

Männlichen Erfolg kann man zählen, weiblichen hören

Ich glaube, ob Erfolg männlich oder weiblich ist, hängt gar nicht so sehr mit den Dingen zusammen, die man tut oder sagt, um erfolgreich zu sein. Meiner Meinung nach ist der einzige Unterschied die Definition von Erfolg, denn darin unterscheiden sich Frauen (immer noch) häufig von vielen Männern, habe ich beobachtet.

Männlicher Erfolg lässt sich zählen. Ein Mann definiert sich als erfolgreich über das Gehalt oder den Umsatz, über die Zahl der Aufträge, die Position im Unternehmen, den Titel auf der Visitenkarte. Viele Frauen haben nach wie vor das Gefühl, sich entschuldigen zu müssen, wenn sie das Gleiche anstreben, weil es so „unweiblich“ ist. Sie definieren ihren Erfolg eher über das Lob der Anderen, die Zahl der Weiterempfehlungen und manchmal sogar über die Zahl der Überstunden (wobei auch Männer die zum Prahlen nutzen, überarbeitet zu sein, ist derzeit sehr in und unsinnigerweise ein Erfolgssymbol).

Nicht der weibliche Weg, aber MEIN Weg

Ich bin mit Komplextext noch lange nicht da, wo ich mal sein möchte. Aber ich empfinde mich dennoch auch heute schon als erfolgreich. Aber bin ich anders erfolgreich als meine männlichen Texterkollegen? Ja, ich bin stärker auf Harmonie bedacht als viele von ihnen. Auch wenn ein Kunde oder Geschäftspartner Forderungen stellt, die an Unverschämtheit grenzen, schimpfe ich lange nur im (leeren) Büro allein vor mich hin, bevor ich den Konflikt (und damit eine Lösung) suche. Macht mich das weniger erfolgreich? Ich glaube nicht, denn ausschlaggebend ist, DASS ich den Konflikt annehme – nicht, WANN ich das tue.

Ich glaube nicht, dass Erfolg davon abhängt, ob ich einen weiblichen oder einen männlichen Weg gehe. Er hängt davon ab, ob ich MEINEN Weg finde. Ich muss mich mit dem, was ich verkaufe und den Konditionen, zu denen ich es anbiete, wohl fühlen. Nur dann kann ich authentisch und selbstbewusst auftreten – und erfolgreich sein. MEIN Weg zum Erfolg war mit folgenden Lektionen gepflastert:

  1. Keine Dumpinghonorare!

Der schlimmste Fehler, den ich im Laufe meiner Selbstständigkeit je gemacht habe: Am Anfang habe ich mich auf Honorare eingelassen, die nicht mal die Spritkosten für die Fahrt zum Briefing und zurück deckten. Warum? Weil ich zum einen keine (brauchbare) Kalkulation für meine Stunden- und Tagessätze gemacht hatte. Und zum anderen, weil ich vor lauter Panik, nicht genug zu verdienen, um davon zu leben, einfach jeden Auftrag angenommen habe.

Klar, am Anfang braucht man Referenzen und marktangemessene Preise durchzusetzen ohne jede Erfahrung ist schwierig. Aber: Einmal zu niedrig angesetzte Honorare später auf ein ordentliches Niveau zu bringen, ist beinahe unmöglich. Deshalb: Keine Dumpinghonorare!

Das hat noch einen weiteren Vorteil: Wenn ich bei 90 Prozent aller Aufträge angemessene Preise erziele, kann ich mir ein- oder zweimal im Jahr auch ein schlecht- oder unbezahltes Herzensprojekt gönnen.

  1. Netzwerken, Netzwerken, Netzwerken!

In meiner Branche haben viele Kollegen eine Heidenangst davor, sich zu vernetzen. Wenn sie einem anderen Texter einen Auftrag vermitteln oder ihn als Projektpartner ins Boot holen, befürchten sie, von ihm ausgebootet zu werden. Die Erfahrung (und der gesunde Menschenverstand) zeigt aber, dass das quasi nie passiert. Warum auch? Die Branche ist überschaubar, man kennt sich – und sei es nur über drei Ecken – und es spricht sich schlichtweg herum, wenn jemand ständig Kollegen verdrängt oder über den Tisch zieht. Derjenige steht sehr schnell selbst ohne Netzwerk und damit auch ohne Autragsnachschub da.

Die Ängste sind also zumindest übertrieben. Die Vorteile, die ein gutes Netzwerk mit sich bringt, werden dagegen immer noch oft unterschätzt. Wenn ich eine Flaute erlebt habe, fand ich den Weg heraus nie über Akquise (auch weil ich unfassbar unbegabt auf diesem Gebiet bin), sondern immer über mein Kollegen-Netzwerk, in dem ich dann gestreut habe, dass ich freie Kapazitäten und Lust auf neue Aufträge hätte. Das hat nicht immer sofort funktioniert, aber es hat funktioniert – und häufig sind daraus nicht nur einmalige, sondern auch langfristige Zusammenarbeiten entstanden.

Darüber hinaus habe ich mein Netzwerk auch auf Personen aus verwandten Branchen ausgeweitet, bin also gut vernetzt mit Fotografen, Webdesignern oder Grafikern, denn häufig kommt es vor, dass ein Kunde ein Projekt am liebsten als Ganzes vergeben will, um nur einen Ansprechpartner zu haben. Ich habe von Bereichen, die ans Texten grenzen, zwar Ahnung, aber ich bin darin kein Experte. Also sammle ich Experten um mich herum – und kann dem Kunden das Gesamtpaket zu optimaler Qualität anbieten.

  1. Ich muss nicht alles selber können!

„Du musst nicht alles selber können!“ Das hat mal ein Kommilitone zu mir gesagt. Damals ging es um eine Excel-Tabelle (Excel und ich – wir sind bis heute keine engen Freunde.), aber die Lektion hat sich festgesetzt. Man ist nicht erfolgreich, wenn man alles selbst macht. Erfolg ist, zu wissen, worin man so gut ist, dass es sich lohnt, seine Zeit genau in diese Aufgaben zu investieren – und andere zu delegieren. Dinge, die ich zum Beispiel abgegeben habe, weil ich darin nicht gut bin (und/oder sie mich wahnsinnig machen): Alles, was mit Steuern zu tun hat und alles, was nötig ist, damit ein Rechner oder eine sonstige Maschine mit einer Macke wieder richtig läuft. In der Zeit, in der mein Steuerbüro meine Buchhaltung macht oder der IT-Mann meinen Rechner wieder zum Laufen bringt, kann ich mich um mein Unternehmen, meine Aufträge und Auftraggeber – oder diesen Blog – kümmern. Davon haben wir alle was.

  1. Nische finden!

Gegen diese Lektion habe ich mich sehr lange gewehrt. Ich bin Journalistin geworden, um mich nicht festlegen zu müssen, fand es toll, dass ich jeden Tag etwas Neues sehen, erfahren, ausprobieren, lernen konnte. Entsprechend habe ich ein paar Jahre nach Beginn meiner Selbstständigkeit einen ganzen Bauchladen an Angeboten mit mir herumgetragen: Texten, Fotografieren, Layouten, Social-Media-Management, Lektorieren, Reden schreiben, Seminare geben – alles, was ich spannend fand, habe ich ausprobiert und schließlich auch meinen Kunden angeboten. Immer im Glauben: Je mehr ich anbiete, desto mehr verkaufe ich auch.

Das war ein kolossaler Trugschluss. Es ist vielmehr wie bei einem Handwerker: Wenn Sie Ihr Bad fliesen lassen wollen und der Fliesenleger Ihnen versichert, er könne genauso gut auch noch Ihr Dach decken und die elektrischen Leitungen neu verlegen, würden Sie ihm ja auch kein Wort glauben (egal, ob er für all diese Gewerke Zusatzqualifikationen nachweisen kann oder nicht). Wahrscheinlich würden Sie vielmehr anfangen, auch an seinen Fähigkeiten als Fliesenleger zu zweifeln. So ungefähr ging mir das auch. Bis ich mit Komplextext einen Neuanfang mit neuer – streng fokussierter – Ausrichtung wagte.

Meine Nische ist der Text – aber eben auch alles, was dazu gehört. Ich biete Fotografie- und Grafikdienstleistungen nicht mehr aktiv an (profitiere von der Qualifikation aber trotzdem und sei es nur, weil ich meine Geschäftsausstattung selbst produzieren kann), dafür aber alles rund um das professionelle Texten. Das sind Schreibwerkstätten und Seminare ebenso wie Texte für Website oder Social-Media-Kanäle. Text – das bin ich, ohne dass ich mich dabei allzu sehr einengen muss. Und das fühlt sich genau richtig an, was auch meine Auftraggeber merken.

Und noch einen Vorteil hat diese klare Fokussierung: Ich bin für potenzielle Auftraggeber viel leichter zu finden, denn die googeln im Zweifel nach „Texter“ und vielleicht noch der geografischen Nähe. Darunter hat man mich früher vergeblich gesucht. Heute ist das anders.

  1. An die Zukunft denken!

Dass man als Unternehmerin die Zahlen im Blick haben muss, ist nicht gerade das, was ich als die schönste Seite meines Jobs bezeichnen würde. Aber über die Jahre habe ich gelernt, dass es trotzdem wichtig ist. So bequem es ist, die Buchhaltung und den Steuerkram auszulagern: Ich habe trotzdem immer einen Überblick über meine Zahlen und bilde Rücklagen für alle relevanten Belange.

Das meint zum einen so kleine Dinge wie die Versicherung, die nur einmal im Jahr abbucht. Wenn ich jeden Monat einen kleinen Betrag dafür zurücklege, tut die große Abbuchung im Januar (einem der umsatzschwächsten Monate in der Regel) nicht so weh. Das meint aber auch große, weit in die Zukunft gedachte, Rücklagen wie für die Altersvorsorge oder auch für ein neues Auto, eine teure Weiterbildung oder neues Equipement. Wenn ich jeden Monat ein bisschen dafür abzweige, schlafe ich ruhiger – auch wenn ein Monat mal nicht so prickelnd läuft. Allerdings müssen diese Rücklagen dafür auch sicher sein. Wer also dazu neigt, Geld auszugeben, wenn es da ist, sollte für die Rücklagen ein eigenes, separates Konto anlegen.

  1. Auszeiten nicht nur planen, sondern auch nehmen!

Dieser Fehler hätte mich vor ein paar Jahren beinahe ins Verderben gestürzt. Auszeiten für den Sport, den Stadtbummel oder den Spaziergang habe ich mir immer eingeplant – die standen sogar fest im Kalender. Und waren das Erste, was daraus verschwand, sobald es stressig wurde. Ich habe nie weniger wichtige Termine mit anderen abgesagt, sondern immer die, die ich nur mit mir und für mich eingetragen hatte. Eine Zeit geht das gut, aber irgendwann fordern Körper und Seele ihren Tribut für diesen Raubbau. Ich muss mich noch immer ziemlich zusammenreißen, um diesen Fehler nicht zu wiederholen, aber mir half ein Umdenken: Ich bin es nicht nur mir schuldig, für Ausgleich und Erholung zu sorgen, sondern auch meinen Kunden. Die bezahlen schließlich ordentliches Geld und dürfen dafür auch eine sehr gute Leistung erwarten. Die kann ich aber nur bringen, wenn ich ausgeruht und voller Energie bin.

Toller Nachwuchs: Schreibtraining für Schüler in Mühlhausen

Regelmäßig bin ich im Moment am evangelischen Schulzentrum in Mühlhausen. Grund-, Regelschule und Gymnasium sind da auf einem Gelände vereint und vor ein paar Monaten gründeten einige Schüler aus den höheren Klassen eine gemeinsame Schülerzeitung. Das Besondere: Sie erscheint nicht auf Papier und auch nicht an einem bestimmten Tag oder in einem festen Rhythmus. Sie ist ein Blog. Und mein Herzensprojekt für dieses Jahr.

Herzensprojekt Schülerzeitungsblog

Jedes Jahr gönne ich mir ein Projekt, das nicht oder schlecht bezahlt wird, weil es mir am Herzen liegt. Sehr oft sind das Projekte mit Kindern oder Jugendlichen, denen das Schreiben so viel Spaß macht wie mir damals und die lernen wollen, wie man das kreativer und professioneller macht.

Einmal im Monat bin ich deshalb aktuell in Mühlhausen und helfe beim Aufbau – manchmal, indem ich zur Struktur des Blogs und zur Technik berate, manchmal indem ich helfe, Führungspotenzial auszugraben und durchzusetzen, aber meistens mit klassischem Handwerk. Und so stand kürzlich ein Schreibtraining auf dem Programm. Thema: Kommentar.

Kommentare sind eine Herausforderung für jeden Journalisten. Ihr Ziel ist es immer, den Leser von der eigenen Meinung zu überzeugen. Guter Stil ist, das mit Argumenten zu tun statt mit Polemik. Das setzt aber voraus, dass man sich mit dem Thema auseinandergesetzt hat und Argumente kennt. Und dass man die Zeit und Lust hat, an einem Text zu feilen, statt ihn nur herunter zu schreiben. Denn selten ist ein Kommentar schon im ersten Guss wirklich gut.

Guter Journalismus trennt Meinung und Nachricht

In den klassischen Medien heute findet man gute Kommentare immer seltener, finde ich. Dafür werden Nachricht und Meinung immer öfter vermischt. In meinen Seminaren zu diesem Thema fällt mir dazu nur eine Sache ein: Kann man machen, es darf einem nur nicht passieren! Soll heißen: Bewusst als Stilmittel eingesetzt, kann eine Mischung verschiedener Textformen kreativ und damit überzeugend sein (ein Feature ist schließlich nichts anderes als eine Mischung aus Reportage und Bericht und eine der wie ich finde effizientesten Darstellungsformen). Aber wenn man Stile mischt, weil man nicht aufpasst oder zu faul ist, einen zweiten Text zu schreiben (also der Nachricht einen Kommentar zur Seite zu stellen), dann ist das weder kreativ  noch überzeugen, sondern unprofessionell.

Meinen Schülern erkläre ich deshalb seit Monaten, dass sie Meinung und Nachricht trennen sollen. Dass sie aber durchaus Meinung haben und veröffentlichen dürfen. Das ein meinungsstarkes Medium langfristig eines mit treuen Lesern wird – und eines mit höherer Relevanz, weil es zu Diskussionen anregt. Jetzt üben sie das Kommentare schreiben und probieren dabei aus, was sie einfacher und was überzeugender finden: einen Kommentar, der einfach nur ihre Argumente auflistet – in der Hoffnung, dass die überzeugend genug sind. Oder einen Kommentar, der zusätzlich die Argumente der Gegenseite aufgreift und entkräftet. Und ein Redaktionsmitglied versucht sich sogar an einer Glosse (wobei ich nicht helfen kann, weil mir dazu jegliches Talent fehlt). Toller Nachwuchs!

Mein erstes eigenes Buch ist für November 2016 geplant

Normalerweise arbeite ich ja für andere. Eigene Komplextext-Produkte gab es bisher nicht, jedenfalls, wenn man diesen Blog nicht mitzählt. Das soll sich aber noch in diesem Jahr ändern. Geplant ist ein Buch, genauer gesagt: ein ebook. Ein ebook, das die besten Bastelideen meines Kreativblogs „Eine Tüte Glück“ vereint.

Mit diesem Blog verdiene ich ja schon eine Weile Geld – indem ich die Beiträge dort auch auf der Familienseite im So!-Magazin, der Wochenendbeilage der Zeitungen aus dem Verlag Hof Coburg Suhl, veröffentliche. Dazu zählen hier in Thüringen zum Beispiel das Freie Wort, die Südthüringer Zeitung oder das Meininger Tageblatt. Einmal in der Woche stelle ich dort Ideen für Projekte vor, die man mit Kindern basteln kann. Mein besonderer Fokus dabei: Es geht nicht nur darum, Kinder irgendwie zu beschäftigen, sondern darum, Dinge herzustellen, die man auch wirklich nutzen kann.

Bastelbuch nur mit sinnvollen Bastelideen

Was mich an den üblichen Kinderbastelbüchern furchtbar nervt, sind diese ganzen Projekte, die allenfalls dazu da sind, dass Oma und Opa eine Sammelmappe anlegen können. Deckchen und Fensterbilder aus Papier sind so eine Sache. Bei Fensterbildern leuchtet mir der Nutzen noch ein, aber Papierdeckchen taugen nur, wenn man sie weiterverarbeitet und zum Beispiel als Gestaltungselement auf Karten benutzt. Und genau das wird das erste Tüte-Glück-Bastelbuch leisten: Es wird lauter Projekte vorstellen, die nach dem Basteln wirklich genutzt werden können. Ein Korb aus Zeitungspapier zum Beispiel oder selbstgemachte Kosmetik und Badekugeln. Oder eben jenes oben erwähnte Vogelhäuschen.

Für die vier Jahreszeiten wird es je drei Projekte geben: eins, das ganz schnell mal zwischendurch gebastelt ist, eines, das ein bisschen mehr Zeit braucht und ein Langzeitprojekt. Momentan fällt mir die Wahl wirklich schwer. Gerade für den Winter, in den ja nun zum Beispiel auch Weihnachten und Fasching fallen, ist es ein Riesenproblem, mich auf nur drei Projekte zu beschränken. Im Moment stehen für den Winter zum Beispiel zur Auswahl:

  • Weihnachtskarten gestalten
  • Schneekugeln selbst machen
  • Vogelhäuschen bauen
  • Adventskalender basteln
  • Faschingsmasken basteln
  • Sockenschneemänner basteln

Und die Liste wächst täglich weiter. Haben Sie Kinder oder Enkel, mit denen Sie basteln? Dann lassen Sie mir doch unter diesem Text einen Kommentar da und schreiben Sie mir, welche Projekte Sie gern in einem Bastelbuch sehen würden – und gern auch, worauf es bei den Bildern und Beschreibungen ankommt, damit Sie gut damit arbeiten können.

Veröffentlichung im November 2016 geplant

Geplant ist eine Veröffentlichung des ebooks im November, pünktlich zum Vorweihnachtsgeschäft, doch bis dahin ist noch viel zu tun. Als erstes muss ich mich mal für 12 Projekte entscheiden. Das soll noch diesen Monat passieren. Als nächstes muss ein Drehbuch für das Fotoshooting geschrieben werden, bei dem im Juli oder August alle Projekte professionell in Schritt-für-Schritt-Anleitungen fotografiert werden. Dann muss ich das Layout entwerfen und die Texte überarbeiten. Am Schluss kommt alles zusammen, wird kontrolliert, lektoriert und mit den notwendigen bibliografischen Angaben versehen. Dann werde ich auch entscheiden, ob ich vielleicht einen Schritt weitergehe, eine ISBN-Nummer beantrage und das Buch nicht nur als ebook, sondern auch als Book on demand verkaufe.

Das bedeutet dann, man könnte das Bastelbuch auch als echtes Papierbuch kaufen, aber ich muss kein großes Lager betreiben, weil die Exemplare erst gedruckt werden, wenn sie bestellt wurden. Dank sensationeller Technik geht das heute blitzschnell. Der Kunde merkt in der Regel nicht, ob das Buch auf Lager war oder on demand gedruckt wurde.

Aber bis zu dieser Entscheidung dauert es noch – und vorher liegt, wie gesagt, eine Menge Arbeit vor mir. Sie könnten sie mir ein bisschen erleichtern, indem Sie mir hier in den Kommentaren bei der Entscheidung für Projekte helfen. Schreiben Sie mir, was Sie gern mit Kindern umsetzen (würden), ob es wirklich Unterschiede gibt, wenn man mit Jungs oder eben mit Mädchen bastelt und gerne auch, wofür Sie persönlich gern mal einen Basteltipp hätten. Ich freue mich, von Ihnen zu lesen!

#starkesUrheberrecht – Mein Beitrag zur Blogparade

Gerade beschloss der Bundesrat ein neues Urheberrechtsgesetz, das für die, die es eigentlich schützen soll, eine Katastrophe ist. Warum, erklärt der DJV Thüringen hier und startet unter #starkesUrheberrecht gleich eine Blogparade zum Thema muss – in der Hoffnung, vielleicht das Gesetz im Bundestag noch zu stoppen. Gefragt sind Beiträge, die sich mit der Frage beschäftigten, warum wir ein starkes Urheberrecht brauchen und wie das aussehen muss. Als Landesvorsitzende des DJV habe ich den Auftaktbeitrag geschrieben. Als freiberufliche Texterin schreibe ich jetzt diesen, ganz persönlichen Post.

Dumping-Honorare und Buy-out-Verträge

Vor ein paar Jahren verhandelte ich meinen Honorarvertrag mit einer der großen Thüringer Tageszeitungen neu. Meine Forderungen: Ich wollte für Beiträge, die auch in anderen Titeln der Mediengruppe veröffentlicht werden, auch zusätzliches Honorar. Was ich dagegen nicht mehr wollte, war meine Texte nur noch exklusiv dieser Zeitung zu verkaufen und alle meine Rechte abzugeben, ohne dass das entsprechend bezahlt würde. Ich konnte mich in diesen Punkten ein Stück durchsetzen, ein Stück nicht. Am Ende stand ein Kompromiss, mit dem ich aber leben konnte. Die meisten anderen Kollegen haben einen solch angepassten Vertrag nicht. Sie haben – wenn es überhaupt eine schriftliche Absprache gibt – Regelungen unterschrieben, die eine Frechheit sind. Für teilweise unter 100 Euro Tageshonorar haben sie sich verpflichtet, dem Unternehmen alle Nutzungsrechte an den Texten und Bildern einzuräumen – und zwar die, die die Zeitungen heute schon kennt und will, aber auch jene, die erst noch erfunden werden (das steht da so wirklich!). Und oft genug enthält ihr Vertrag einen Passus, der ihnen verbietet, ihre Werke gleichzeitig an andere Nutzer zu verkaufen und so vielleicht noch ein bisschen zusätzliches Honorar rauszuholen.

Und warum gibt es immer noch Verträge wie diese? Weil sich kein Freier hierzulande traut, dagegen vor zu gehen. Weil das Argument, wenn einer sich beschwert, immer dasselbe ist: Wenn Sie mit der Arbeit nicht mehr zufrieden sind, gibt es viele andere, die sie gern übernehmen würden. Weil viele Freie eine Familie zu ernähren haben und in Thüringen kaum andere Verdienstoptionen haben, wenn sie es sich mit einem der beiden großen Zeitungsverlage verscherzen

Urheberrecht soll Urheber schützen, nicht die Verwerter

Das Urheberrecht sollte dem eigentlich einen Riegel vorschieben. Zumindest sollte es den Urhebern, also in meinem Beispiel den Autoren, helfen, ihre Rechte durchzusetzen und sie vor Ausbeutung schützen. Zugegeben, dabei ist die aktuelle Fassung des Gesetzes nicht mehr wirklich zeitgemäß. Viele Fragen, etwa nach dem Urheberrecht und seiner Durchsetzung im Internet oder nach der Vereinbarkeit der unterschiedlichen Urheberrechtsgesetze in den verschiedenen EU-Staaten spielen bisher keine Rolle. Sie werden aber auch in der neuesten Fassung kaum berücksichtigt. Und darüber hinaus verschlimmert die neue Fassung die Situation für die Freien sogar. Im Vergleich zwischen dem ersten und dem aktuellen Neuentwurf des Gesetzes, also zwischen dem des Justizministers und dem der Regierung, liegen Welten – und offenbar zahlreiche intensive Gespräche mit Verlagsvertretern. Manche Passagen im Gesetz lesen sich, als wären sie direkt von den großen Verlegern diktiert. Von einem Recht für Urheber kann keine Rede sein.

Kann man machen. Und in Zeiten, in denen die Lokalzeitungen ohnehin an allen Enden Personal einsparen, macht es vielleicht auch tatsächlich keinen Unterschied mehr. Ist ja schließlich egal, ob künftig statt vielleicht einem Drittel aller Beiträge von vermeintlich freien Journalisten fast alle von Menschen geschrieben werden, die nie eine journalistische Ausbildung genossen haben. Vor einigen Jahren nannte man sie Bürgerreporter. In Zukunft – wenn durch das mangelhafte Urheberrecht auch die letzten „echten“ Freien ihre Existenzgrundlage eingebüßt und den Beruf aufgegeben haben – wird man sie nur noch Reporter nennen. Und genau darum brauchen wir ein #starkesUrheberrecht, denn das kann keiner wollen – Urheber nicht, Leser und Medienkäufer nicht und eigentlich auch Medienunternehmen nicht!

Stillos: Als Texter bin ich Handwerker, kein Künstler

Vor kurzem erklärte ich hier, dass der größte Vorteil für meine Kunden die Tatsache ist, dass ich von nichts so richtig Ahnung habe. Es gibt einen weiteren: Ich bin keine Edelfeder. Sie wissen schon: Autoren, die regelrecht Künstler sind, die mit Sprache malen und komponieren und deren Stil so unverkennbar ist, dass Sie den Autorennamen gar nicht lesen müssen, um zu wissen, von wem der Text ist. Sprache auszureizen, mit ihr zu spielen und sie zu zelebrieren, genieße auch ich. Aber ich habe keinen persönlichen Stil. Ich bin eher Handwerker als Künstler. Wie ein Drechsler lernt, wie er das Holz bearbeiten muss, damit es am Ende gleichmäßig und weich ist, habe ich gelernt, wie ich Worte bearbeiten und verbinden muss, um eine bestimmt Wirkung zu erzielen.

Jeder Text ist anders – weil jeder Kunde anders ist

Und darin liegt in Sachen PR ein großer Vorteil: Ich bin auf das Handwerk, die Basis festgelegt, aber nicht auf das Ergebnis. Mein Stil ist flexibel und ich kann ihn frei auf den Auftraggeber und seine Zielgruppen anpassen. Das macht mich – so ehrlich muss man sein – als Autorin austauschbar. Es würde im Zweifel nicht auffallen, wenn ich zum Beispiel in der Zeitung nicht mehr schreibe, weil es einfach ein anderer machen würde. Wollte ich mein Geld vor allem im Journalismus oder als Buchautorin verdienen, würde mir das das Leben ziemlich schwer machen. Will ich aber nicht. Ich genieße die Mischung, die ich beruflich leben darf und zu der eben auch gehört, dass ich einen großen Teil meiner Zeit in PR-Projekte stecke. Dort ist meine „Stillosigkeit“ ein Segen.

Für einen Wirtschaftsverband, für den ich kürzlich wirtschaftspolitische Dossiers und Einzeltexte schrieb, texte ich ganz anders als für ein Gästemagazin, das den Jahreslauf extra für Kinder aus Sicht einer Wildkatze schildert. Einen Text für die Website eines Sonnenstudios lasse ich anders klingen als den für einen Finanzdienstleister. Und selbst in eigener Sache passe ich meinen Rhythmus, meine Klangfarbe und meine Ansprache an: Hier auf dem Komplextext-Blog bin ich formeller unterwegs als auf tueteglueck.wordpress.com, meinem Kreativblog, der aber inzwischen auch Teil meiner professionellen Präsenz ist.

„Komische“ Fragen im Kundenbriefing ernst nehmen

Aus diesem Grund bitte ich bei einem Briefing durch den Kunden auch immer um mehr als eine Erklärung zu Inhalt und Länge des Textes. Ich frage einen Kunden zum Beispiel auch nach solchen Dingen:

  • Wer soll den Text lesen?
  • Wie soll sich der Leser fühlen, wenn er den Text gelesen hat?
  • Was soll der Leser tun, wenn er den Text gelesen hat?
  • Welche Eigenschaften soll man mit Ihrem Unternehmen/Produkt/Angebot verbinden?
  • Welche Eigenschaften verbinden Sie mit Ihrem Unternehmen/Produkt/Angebot?

Diese Fragen stelle ich so nicht immer im Wortlaut, es gibt diverse Abwandlungen je nach Typ Mensch, der mir gegenüber sitzt. Der eine mag solche Gespräche eher sachlich und faktenorientiert, der andere fühlt sich auf der emotionalen Ebene direkt wohl. Aber wie auch immer es mir gelingt: Um den Text wirklich auf den Kunden zuzuschneiden, brauche ich die Antworten auf diese weichen Fragen, denn sie geben mir – mehr als alle Fakten – einen Hinweis darauf, wie der Text aufgebaut sein muss und wie er klingen darf.

Wenn Sie also das nächste Mal einen Texter engagieren und er Ihnen solche vermeintlich seltsamen Fragen stellt: Blocken Sie nicht ab, sondern freuen Sie sich. Vermutlich haben Sie auch ein Exemplar erwischt, das kein Künstler ist, sondern ein solider Handwerker. Und wie jeder gute Handwerker baut er Ihnen ihr (textliches) Zuhause so, dass Sie und Ihre Mitbewohner sich wohl fühlen – und nicht so, wie er selbst es gerne hätte.

1. Quartal 2016: touristisch texten

Wir sind schon mitten im zweiten Quartal 2016, dabei will ich schon seit Wochen vom ersten berichten. Die ersten Monate des Jahres sind bei uns Textern in der Regel eher mau: Die Budgets für Werbung und Kommunikation sind zwar schon vergeben, aber die Verantwortlichen in den Unternehmen und Organisationen sortieren sich meist noch, kommen erst nach und nach aus dem wohlverdienten Weihnachtsurlaub und arbeiten dann erstmal Routinekram ab, für den Sie keine externe Unterstützung brauchen. Normalerweise. Dieses Jahr war aber alles anders. Der Januar war ruhig, aber schon im Februar brummte es in der Komplextext-Projekteküche. Gleich drei große Aufträge mussten abgeschlossen werden – und lagen dann im März druckfrisch in meinem Briefkasten.

  1. Das Erlebnismagazin der Welterberegion Wartburg Hainich
    Jetzt gerade, in diesem Moment, ist es im Nationalpark Hainich im Norden Thüringens mit Abstand am schönsten. Überall blühen Buschwindröschen und Lerchensporn und wenn der Frühling endlich aufhört, Winter sein zu wollen, bedeckt der Bärlauch mit seinen weißen Blüten den Waldboden – und ist meilenweit zu riechen. Der Hainich ist für mich eine der schönsten Gegenden Thüringens. Deshalb genieße ich auch die Arbeit am Erlebnismagazin der Welterberegion Wartburg Hainich jedes Jahr sehr. Das Heft liegt kostenlos aus an den großen Sehenswürdigkeiten der Region, bei vielen Gastgebern und Partnern und ist in drei Teile aufgeteilt: Kultur, Natur und Termine/Service. Mein Part sind die Natur-Beiträge. Im aktuellen Heft sind das zum Beispiel ein großer Beitrag über den Nationalpark Hainich und den Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal, der ihn umschließt. Im Text verrate ich für beide nationalen Naturlandschaften die schönsten Ausflugsziele für alle vier Jahreszeiten. Übrigens muss man aktuell auch nicht bis ganz in den Hainich fahren, um einen ersten Eindruck zu gewinnen: Momentan präsentiert er sich in einer Sonderausstellung auch auf der ega in Erfurt. Bestellen können Sie das Erlebnismagazin auch hier.
  2. Das Buch über den Wartburgkreise – eine Liebeserklärung in Reisenotizen
    Knapp ein Jahr haben wir an diesem Buch gearbeitet, in das Sie übrigens hier einen virtuellen Blick werfen (und wo Sie es auch kaufen) können. Ursprünglich sollte es einfach nur ein gut gemachtes, modernes Imagebuch für den Wartburgkreis werden, das Neuzugezogenen ebenso hilfreich ist wie Alteingesessenen, Besuchern, Honoratioren und Unternehmen. Geworden ist es nun aber so viel mehr – und gleichzeitig viel weniger. Es ist kein Kompendium, das den Wartburgkreis in Gänze abbildet – nicht einmal annähernd. Es ist die ganz persönliche und sehr individuelle Liebenserklärung dreier Autorinnen geworden, die mit dem Kreis verbunden sind. Und ich durfte eine davon sein.
  3. Expertentext zu „halboffizieller“ Kommunikation in „Das Orchester“
    Die Zeitschrift „Das Orchester“ ist DAS Blatt, wenn es um die Orchesterlandschaft in Deutschland geht. Alle Ensembles lesen es und da ich seit einiger Zeit die Thüringen Philharmonie Gotha im Social-Media-Einsatz betreue, war es mir eine große Freude, einen Expertentext für „Das Orchester“ zu liefern. Der Beitrag sollte beleuchten, wie Freundeskreise, Fördervereine oder die Musiker selbst die offizelle Orchesterkommunikation der Intendanz begleiten und unterstützen können. Bestellen können Sie das Heft übrigens hier.

Es war ein sehr erfolgreiches, vor allem aber ein unheimliches kreatives und anspruchsvolles erstes Quartal 2016. So darf es gern weitergehen. Auf neue, interessante Aufträge und Angebote bin ich jetzt schon gespannt – und das ein oder andere habe ich natürlich auch selbst schon in der Pipline.

Neues Angebot: Schreibcoaching

Es brodelt in der Komplextext-Projekteküche. Eine Menge großartiger Arbeiten sind in den vergangenen Wochen fertig geworden, aber darüber erfahren Sie in einem späteren Blogpost mehr. Heute geht es nicht um fertige Dinge, sondern um die, die gerade erst anfangen. Eines davon ist aufmerksamen Lesern dieser Website sicher schon ins Auge gefallen, denn es hat eine eigene Unterseite bekommen: die Schreibcoachings und Workshops.

Seit Jahren gebe ich neben meiner Arbeit als Texterin immer wieder Seminare. Vor allem Unternehmen und Organisationen buchen mich, wenn es darum geht, Mitarbeiter zu schulen, die (künftig) für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich sind und lernen sollen, wie Journalisten arbeiten und wie professionelle Unternehmenskommunikation funktioniert.

Diese Seminare sind ein toller Auftakt. An einem, maximal zwei Tagen bekommen die Teilnehmer einen kompakten Überblick und beschäftigen sich in dieser Zeit sehr intensiv mit dem Schreiben. Doch darin liegt auch ein Problem: Wer zwei Tage lang mit völlig neuem Wissen bombardiert wird, kann davon in der alltäglichen Arbeit meist nur einen Bruchteil anwenden. Zum einen, weil normalerweise die Zeit fehlt, um das Seminar noch mal ausführlich und in Ruhe nachzuarbeiten. Zum anderen aber auch, weil wir neue Fertigkeiten einfach erst nach mehreren Wiederholungen verinnerlichen und im automatisieren Arbeitsprozess abrufen können.

Und nach dem Seminar: Schreibcoaching

Um wirklich maximal von einem Seminar zu profitieren, müssten die Teilnehmer also in den Monaten danach weiter Feedback und Anregungen bekommen, damit alte Fehler gar nicht erst die Chance haben, sich wieder einzuschleichen. Daraus ist die Idee für die Schreibcoachings entstanden. Seminarteilnehmer erhalten damit für einen bestimmten Zeitraum weitere Übungen und Informationen, vor allem aber Kritik zu den Texten, die sie nach dem Seminar im Alltag produzieren. So kann direkt an der eigenen Arbeit geübt und verfestigt werden, was im Seminar noch weitestgehend Theorie war.

Schreibcoaching und Schreibwerkstatt auch für Hobby-Autoren

Gleichzeitig bietet sich mit der Methode der Schreibcoachings auch ein Instrument für alle die Autoren, die das Schreiben nicht unbedingt zum (Haupt-)Beruf machen, aber trotzdem an ihrem Stil oder bestimmten Schreibproblemen arbeiten wollen. Es ist die individuellste Weiterbildungsmethode in meinem Angebot: Dauer, Rhythmus, inhaltlicher Schwerpunkt, Feedback – alles wird persönlich auf den jeweiligen Coaching-Kunden abgestimmt, so dass in möglichst kurzer Zeit ein maximaler Erfolg zu verzeichnen ist.

Aber auch wer lieber in Gesellschaft arbeitet, kommt bei den neuen Komplextext-Angeboten auf seine Kosten: In den Schreibwerkstätten zum Beispiel bearbeiten wir fern des Alltags an einem Wochenende gemeinsam einzelne Themen, die Autoren oft Probleme bereiten. Hier geht es um das ungezwungene Schreiben ohne Leistungsdruck, aber mit viel Raum für Kreativität und gegenseitige Inspiration.

Neue Seminare für Unternehmen und Organisationen

Und natürlich bleiben auch die klassischen Seminare weiter im Programm. Interessant gerade für Unternehmen und Organisationen, denn die Seminare können ohne weiteres direkt bei Ihnen vor Ort stattfinden. Das bedeutet kurze Wege, minimale Zeitverluste und beste Effekte, weil gleich mehrere Kollegen geschult werden können. Natürlich können die Seminare auch gern im Paket mit einem anschließenden Schreibcoaching (etwa einmal monatlich über drei Monate) gebucht werden. Neugierig geworden? Dann geht es hier zu den Angeboten und hier können Sie mich gern direkt kontaktieren, wenn Sie Interesse an einem Schreibcoaching, der Teilnahme an einer Schreibwerkstatt oder einem Seminar haben.